Instagram Algorithmus 2020 enthüllt

von Markus Wisente
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Dieser Blogbeitrag wird dir als Schritt für Schritt Anleitung dienen, ein neues Profil erfolgreich aufzubauen oder das Follower-Wachstum deines bestehenden Profils signifikant zu erhöhen.

Das Wissen aus dieser Studie ist höchstwahrscheinlich anders, als alles was du bisher kennst. Wir analysieren gemeinsam (einfach verständlich) wissenschaftliche Publikationen der Entwickler von Instagram und leiten daraus Vorgehensweisen für dein Profil ab.

Instagram ermöglicht es zahlreichen smarten Unternehmern im Jahr 2020, mehr Neukunden zu generieren, als je zuvor. Mehr Umsatz zu erzielen, als je zuvor. Gleichzeitig hat man viel mehr freie Zeit, als damals, als man seine Kunden auf alternative Wege generierte.  

Warum du den Instagram Algorithmus verstehen solltest..

Diese Publikation soll 

1) Unternehmern dabei helfen, ihre Neukundengewinnung und Umsätze über Instagramdeutlich zu erhöhen. 
2) Weiterhin stellt sie für jeden Leser einen Leitfaden für mehr Follower und Likes auf Instagram dar.

Bereits seit 2018 gibt das Patent #10,579,711 von Facebook Hinweise darauf, dass nicht der Zufall, sondern ein paar simple Prinzipen entscheiden, ob man auf die Explore-Page oder die Hashtag-Seiten gelangt. [1]Ungeheuerlich, aber wahr: Der Durchschnittsnutzer wächst nicht auf Instagram, sondern verliert Tag für Tag an Abonnenten. [2] Auch bekannte Größen haben mit solchen Negativtrends zu kämpfen (siehe Grafik).

Ausschlaggebend dafür ist das extrem veränderte Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage in der App. Wir haben zwar heute viel mehr Nutzer – Anfang 2016 waren es 9 Millionen deutsche Nutzer in der App. [3] Laut dem Facebook-Werbeanzeigen-Manager sind es nun knapp 20 Millionen. Das heißt die Nutzer haben sich um über 10 Millionen gesteigert.

Die Anzahl an Content-Creator (also die Personen, die aktiv versuchen, sich ein erfolgreiches Profil aufzubauen), wie die gewachsen ist, das ist unvorstellbar. Auf einen Nutzer kommen gefühlt nicht mehr zwanzig Content-Creator, sondern vier-, fünfhundert Hundert!

Der Instagram Algorithmus muss abwägen, welche Beiträge für den einzelnen Nutzer wichtiger und welche weniger wichtig sind. Der Feed jedes einzelnen Nutzers wird nach Relevanz sortiert. Bedeutet: der Algorithmus entscheidet für jeden Nutzer individuell, welche Beiträge weiter oben stehen und mit höherer Wahrscheinlichkeit gesehen werden.
Es gibt zwar keine Einschränkung der Reichweite, aber eine Sortierung der Reihenfolge.

Unzählige neue Profile aber auch größere Profile mit zehntausend, zwanzigtausend und noch weit mehr Abonnenten schafften es angesichts der neuesten Updates nicht mehr, um neue Follower zu wachsen. 
Wenn du auch von diesem Problem betroffen bist, dann zählst du definitiv nicht zu einer Minderheit. Sehr viele Instagram-Nutzer sind aktuell überfragt, wie sie mehr Follower generieren können.
Das muss allerdings nicht so sein!

Dieses Fallstudie wird dir im weiteren Verlauf dabei helfen:

1) ein neues Profil schneller aufzubauen als je zuvor oder 
2) das Follower-Wachstum deines bestehenden Profils in wenigen Schritten signifikant zu erhöhen. 

Diese Erkenntnisse zum Instagram Algorithmus bilden die Basis des Prozesses, den ich mit Kunden (die mir dafür mehrere Tausend Euro monatlich bezahlen) durchlaufe, um mit ihnen ein Wachstum von mehreren 100 bis teilweise 1000-2000 Follower pro Tag zu erzielen.

Bevor du einzelne Schritte umsetzt, ist es wichtig, die Arbeitsweise von Instagram zu verstehen. Wir sprechen dabei vom Instagram Algorithmus. 

Algorithmen begegnen uns täglich sowohl auf der Arbeit als auch in der Freizeit und sind aus unserem modernen Leben nicht mehr wegzudenken.

Allgemein gesagt, gibt ein Algorithmus eine Vorgehensweise vor, um ein Problem zu lösen. Anhand dieses Lösungsplans werden Eingabedaten in Ausgabedaten umgewandelt.

Beispielsweise gibt es den Google-Algorithmus, der bestimmt, wann welche Webseite in den Google-Suchergebnissen auf welcher Position angezeigt wird. Ebenso wurde für die Plattform Instagram ein komplexer Algorithmus entwickelt, der die Millionen veröffentlichten Beiträge in eine gewisse Ordnung bringt und entscheidet, welche Informationen zu welcher Zeit an welcher Stelle ausgespielt werden.

Vereinfacht gesagt, musst du dem Instagram Algorithmus lediglich die passenden Eingabedaten liefern, um als Autorität großflächig auf Instagram ausgespielt zu werden (Ausgabedaten). Du hast nun verstanden, wie der Algorithmus von Instagram grundlegend arbeitet. Ein neues Profil konnte (Anfang 2020) durch meine Hilfe in 7 Tagen die folgenden Ergebnisse erzielen:

Solche Ergebnisse sind kein Einzelfall und mit den richtigen Strategien auch heutzutage noch für jeden möglich.
Für ein schnelles Instagram Wachstum brauchst du 2020 das richtige Wissen. Doch dafür ist es dann einfacher und gleichzeitig profitabler als je zuvor.

Vergiss Alternativen wie TikTok oder LinkedIn, (auf denen es angeblich mehr Reichweite gibt). Das ist ein Irrglaube. Denn man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen.

Bevor du meine neuesten Strategien zum Instagram Algorithmus gleich in der Praxis auf deinem eigenen Profil anwendest, lass mich dir kurz eine weitere Sache erzählen.

Enthüllt: Der Unicorn Social Graph

Instagram wächst täglich um 4,2 Milliarden Likes, 100 Millionen Fotos & 400 Millionen Stories. Der Unicorn Social Graph ist ein System von Instagram,  mit dem einzelne Daten gesucht und geordnet werden können. Du kannst es dir vorstellen, wie ein Programm, dass auf tausenden von Computern läuft und ununterbrochen nach Beiträgen nach Hashtags, Orten, markierten Personen und weiteren Zusammenhängen sucht.

Die von Unicorn sortierten Daten werden verwendet, um für jeden Nutzer ein personalisiertes Instagram zu erschaffen. Was bedeutet das? Der Feed, die Hashtag-Seiten und die Explore-Page bestehen für jeden Nutzer aus unterschiedlichen Inhalten. Diese hängen nicht nur von den von dir abonnierten Profilen ab, sondern von deinem Verhalten und deinen Beziehungen (bei wem kommentierst du oft, mit wem schreibst du DMs, wen haben wiederum diese Personen abonniert?). All diese Kriterien fließen in die Sortierung mit ein. 

Im Jahr 2015 wurde vermehrt über Wu Youyou und ihre Ko-Autoren Michal Kosinski und David Stillwell berichtet. Deren Algorithmus schätzte die Persönlichkeit von beliebigen Menschen anhand von Facebook-Likes ein.

In der Studie konnte der Computer die Persönlichkeit einer Person besser einschätzen als deren Freunde und Bekannte. Nach 10 ausgewerteten Facebook-Likes war der Algorithmus besser, als ein Arbeitskollege. Nach 70 analysierten Likes sagte der Computer die Persönlichkeit eines Facebook-Nutzers besser voraus, als dessen Freunde und nach 150 durchforsteten Likes war der Computer besser in der Persönlichkeitsprognose als die Eltern oder Geschwister.

Klingt verrückt? Ist allerdings in Sozialen Netzwerken wie Instagram mittlerweile die Realität. Instagram möchte die Nutzererfahrung verbessern. Ein besseres Verständnis jedes einzelnen Nutzers und speziell für ihn ausgewählte Inhalte stellen die Grundlage zur Erreichung dieses Zieles dar.  

Das Paper „Unicorn: A System for Searching the Social Graph“ der Facebook, Inc. enthält folgenden Satz „As part of our search improvements, Instagram now takes into account who you follow and who they follow in order to provide a more personalized set of results.“ Bedeutet: Unicorn betrachtet, wem du folgst und wem wiederum diese Profile folgen und nutzt diese Zusammenhänge, um besser einzuschätzen, welche Beiträge dir als Nutzer ausgespielt werden.  

Wenn jemand nach „Instagram Tipps“ sucht und mehrere der Profile, denen diese Person folgt, haben mein Profil (@markuswisente) auf Instagram abonniert, dann wird mein Profil in den Suchergebnissen dieser Person weiter oben angezeigt. 

Weiterhin berechnet Unicorn einen „Godness-Score“. Im Rahmen der Definition dieses Wertes wird eingeräumt, dass dieser Wert beeinflusst, ob du vermehrt an neue Menschen ausgespielt wirst, oder ob deine Sichtbarkeit künstlich verringert wird. Instagram hat also einen Prioritätsfaktor in die Ausspielung deiner Inhalte an neue Menschen in den Algorithmus eingebaut, der auf Beziehungen zwischen Profilen (wer folgt wem) aufbaut. Bedeutet: aktive Follower, die mit deinen Inhalten interagieren helfen dir dabei, bevorzugt vom Algorithmus an weitere Profile (die diesen Profielen folgen) ausgespielt zu werden. 

Weiterhin interessant ist der folgende Abschnitt: „Concretely, we run each of Instagram’s photo through a deep neural net (DNN) image classifier in an attempt to categorize the content of the photo. [..] Many Instagram posts contain captions [..] which aid in determining search relevancy.“ Dies bestätigt, dass Instagram Algorithmen zur Erkennung des Themenbereichs eines Bildes verwendet und weiterhin über die Bildunterschrift versucht, besser auf die Relevanz des Beitrags für bestimmte Interessengruppen zu schließen.

Im folgenden Abschnitt finden wir ebenfalls eine interessante Gegebenheit: „Depending on the use case, we tune features weights differently. On the “top” section of location pages we may wish to differentiate between photos of a location and photos in a location and down-rank photos containing large faces.“ Schaut man sich eine Orts-Seite an, verändert sich die Sortierung basierend darauf, ob auf einem Bild ein großes Gesicht oder der tatsächliche Ort erkennbar ist. 

Das TAD-Prinzip im Instagram Algorithmus

Instagram hat monatlich mehr als 400 Millionen aktive Profile, die mehr als 80 Millionen Bilder und Videos veröffentlichen. Dieses große Volumen von benutzergenerierten Inhalten ist die bemerkenswerte Stärke des Netzwerks. Doch es bringt andererseits auch eine wichtige Aufgabe mit sich: die Findung von Autoritäten. 

Wenn du mehr echte Follower generieren willst, sollte es dein Ziel sein, vom Algorithmus als Autorität in deinem Themenbereich wahrgenommen zu werden. Dabei handelt es sich in jedem Themenbereich um einen kleinen Kreis von Profilen, die das jeweilige Thema in den Augen des Algorithmus bestmöglich repräsentieren. Für die Erreichung dieses Ziels musst du im ersten Schritt verstehen, welche Kriterien von Instagram verwendet werden, um Autoritäten zu finden.

Wir sehen uns dazu die Veröffentlichung „Discovery of Topical Authorities in Instagram“ von Aditya Pal, Amaç Herdagdelen et. al. aus dem Jahre 2016 an. Lass dich nicht von dem Alter der Veröffentlichung stören. Es ist gängige Praxis, dass die funktionsfähige Version von Algorithmen erst Jahre nach deren Publikation in der Live-Umgebung zu finden sind.

Wenn wir von großen Themenbereichen wie dem Reisen sprechen, ist es für die App über Hashtags wie zum Beispiel #reisen relativ einfach, solche Inhalte  an interessierte Personen auszuspielen. Sehen wir uns allerdings kleinere Profile mit 0 – 10’000 Follower an, stoßen wir auf ein Problem. In diesem Follower-Bereich ist es wichtig, sehr nischenspezifsche Inhalte zu veröffentlichen.

Aufgrund der geringen Like-Anzahl und der kleinen Community-Größe geht man sonst in der Masse von tausenden von Reisebloggern unter. Daher empfiehlt es sich, eine Nische wie „Reisen mit Hund“ oder „Reisen für die Generation 50+“ zu wählen. Dort ist die Konkurrenz kleiner und man kann sich leichter eine gewisse Community aufbauen, da es an Inhalten zu diesem Thema in der App fehlt und interessierte Menschen dir viel schneller folgen.

In der Vergangenheit hatten viele Algorithmen das Problem, dass sie solche Inhalte zum Oberthema „Reisen“ hinzufügten. Dort reichte allerdings die Like-Anzahl bei weitem nicht aus, um überhaupt in die Nähe einer Ausspielung auf der Explore-Page zu gelangen. Weiterhin empfinden generell reiseinteressierte die Inhalte als unpassend, da sie selbst zum Teil keine Haustiere haben und sich nicht für ein Bild mit einem Hund interessieren.

Der Instagram Algorithmus muss verstehen, dass es eine Nische für das Thema „Reisen mit Hund“ gibt und solche Inhalte nicht zum  Oberthema „Reisen“ hinzufügen.

Eine solche Einteilung ist notwendig, wenn es um die Empfehlung von Beiträgen auf der Explore-Page oder um die Reihenfolge der Beiträge auf den Hashtagseiten geht. Dazu werden die Texte in den Biografien der Nutzer (kurz: Bio) gescannt und mit Wikipedia-Unterseiten abgeglichen. Es haben nicht alle Nutzer in ihrer Bio genügend Angaben stehen, um auf ihre Interessen zu schließen. 

Sehen wir uns allerdings die Bio von allen 5000 Abonnenten eines Profils an, ist es möglich, herauszufinden, welche Art von Inhalten das Profil wahrscheinlich liefert und welche Art von Profilen diese Inhalte gerne konsumiert. Ein Abgleich dieser Interessen mit Wikipedia-Seiten hilft bei der Verifizierung, ob es sich tatsächlich um eine eigenständige Nische handelt und zeigt die Zusammenhänge mit ähnlichen Themen auf. Somit ist für den Algorithmus die Findung von Autoritäten selbst in sehr spezifischen Nischen möglich. Ich nenne diesen Sachverhalt das TAD-Prinzip (Topical Authority Discovery).

Wichtige Learnings: (1) Der Algorithmus kann Nischenthemen, Interessen und Autoritäten in einzelnen Nischen mit sehr hoher Genauigkeit erkennen. Dabei spielen die Worte in deiner Bio und der Bio deiner Follower eine entscheidende Rolle. 

(2) Es zählt nicht die reine Anzahl an Follower, die du hast, sondern die Anzahl an Follower, die sich in den Augen von Instagram für deine Thematik interessieren. Fake-Follower oder Follower durch Gewinnspiele (z.B. „Jeder der @markuswisente folgt, gewinnt ein iPhone X“) führen zu einer Fehleinschätzung des Algorithmus und zerstören deine Reichweite komplett (Stichwort: „totes Profil“).

(3) In spezifischen Nischen kannst du vom Algorithmus bereits mit wenig Abonnenten und Likes als Autorität wahrgenommen werden und dadurch organisch über die Hashtag-Seiten und über die Explore-Page wachsen.

Instagram Algorithmus Mythen entlarvt

Instagram ist schon lange keine App mit 10 Funktionen mehr. Folglich kursieren innerhalb der Nutzer laufend neue Vermutungen dazu, mit welchen Strategien man den eigenen Erfolg in der App erhöhen kann. Im Laufe der vergangenen 12 Monate melden sich im deutschsprachigen Raum immer mehr angebliche „Instagram Experten“ zu Wort. 

Das Problem: viele dieser Menschen haben die App selbst noch nie zuvor in der Praxis genutzt. Die Absicht dieser Menschen ist es, dir teuere Kurse und Coachings zu verkaufen. Versteh mich bitte nicht falsch: ich freue mich über jeden, der versucht, mit seiner Idee in die Selbstständigkeit zu starten. Doch zuhauf wurden in diesen Coachings Gerüchte überliefert, die man zuvor mal  kurz irgendwo über eine Google-Recherche oder ein YouTube-Video aufgeschnappt hat.  

Diese Tatsache führt dazu, dass sich bei Käufern von Instagram Coachings reihenweise keine Erfolge einstellen. 

Ich unterhielt mich Ende 2019 mit einer bekannte Größe im Online Marketing Bereich und er erzählten mir, dass er keine Instagram Coachings mehr anbietet, da es zu viel negative Resonanz gibt. Kunden kommen reihenweise nicht voran und scheitern. Aus welchem Grund? Weil sich die Coachings nicht auf Fakten, sondern auf Gerüchte und Phantasiegebilde panik-erzeugender Schreihalse stützen. Warum ich stundenlang die neuesten Veröffentlichungen von Facebook und unabhängigen Forschergruppen im Bereich der Informatik studiere? Der Grund, warum ich dir so viel über den Algorithmus und dessen Arbeitsweise erkläre? Der Grund ist: ich möchte, dass du Ergebnisse erzielst! 

Du musst einerseits die richtigen Dinge umsetzen, aber andererseits Unwahrheiten erkennen und verwerfen. Es bringt dir nichts, über einen Monat lang keine Hashtags zu verwenden, um aus dem „Shadowban“ zu gelangen, wenn es diesen in Wirklichkeit gar nicht gibt!

Im Folgenden greife ich bekannte Gerüchte zum Instagram Algorithmus auf, bestätige diese oder enttarne sie als schlichte Lügengeschichte! 

1. Instagram verringert die Reichweite zufällig

Diese Aussage ist korrekt. Der Aufbau des Algorithmus erfordert solche Tests sogar, um sich selbst zu verbessern und maschinelles Lernen möglich zu machen (zum Beispiel für die stetige Verbesserung der auf der Explore-Page vorgeschlagenen Beiträge). Experimente mit unterschiedlichen Situationen (A/B-Testing) sind laut der Veröffentlichung „Discovery of Topical Authorities in Instagram“ eine gängige Methode zur Findung von Autoritäten. 

Verfalle nicht direkt in Panik, wenn ein Beitrag einmal 50% weniger Likes bekommen sollte, sondern warte ein paar Postings ab, um ein zufälliges Testszenario auszuschließen. Konzentriere dich auf die in diesem Buch beschriebenen Schritte und du wirst basierend auf den Grundlagen des Algorithmus nachhaltiges und schnelles Wachstum verzeichnen.

2. Oft viele Hashtags zu nutzen, führt zu einem Shadowban

Diese Aussage stimmt nicht. Bei einem Shadowban soll das betroffene Profil angeblich eine stark eingeschränkte Reichweite erhalten, indem die eigenen Beiträge nur noch an wenige eigene Follower ausgespielt werden. Durch das folglich geringe Engagement werden diese dann nicht mehr auf den Hashtag-Seiten und der Explore-Page ausgespielt. 

Instagram wird dich nicht dafür abstrafen, die in der App selbst zur Verfügung gestellten Funktionen zu benutzen. Die offizielle Aussage von Instagram dazu ist „Shadowbanning is not a real thing, and Instagram says it doesn’t hide people’s content for posting too many hashtags or taking other actions.“. Im weiteren Verlauf des Buches zeige ich dir anhand einer Fallstudie, dass du im Gegensatz zur obigen Vermutung die maximal mögliche Reichweite sogar erst mit 30 Hashtags pro Beitrag erzielst.

3. Ein Creator oder Business Profil reduziert / vergrößert die Reichweite

Wenn man ein Business Profil hat, dann soll angeblich Instagram die Reichweite einschränken. Weil Menschen mit Business Profilen ihre Posts dann bewerben würden und die Plattform mehr Geld verdient. Wichtig ist: wir sprechen hier jetzt nicht von privaten Profilen, bei denen die Leute die Inhalte erst nach der Bestätigung sehen. Es geht um die Funktion, dass du deinen normalen Account über die Einstellungen in einen Business Account umwandeln kannst. 

Instagram hat bestätigt, dass es keine Einschränkung von Business Accounts gibt: „Instagram doesn’t give extra feed presence to personal accounts or business accounts, so switching won’t help your reach.“. Warum ist diese Theorie an sich Unsinn? Instagram verdient Geld mit Werbeanzeigen. 

Diese werden zwischen den organischen Postings angezeigt. Wenn ein Nutzer länger auf der Plattform ist, können ihm mehr Anzeigen ausgespielt werden und Instagram verdient dadurch mehr Geld. Wie schafft Instagram das? Indem den Nutzern themenrelevantere Inhalte angezeigt werden. Wenn Du deinen Account in ein Business Profil umwandelst, dann hast du Zugriff auf die Insights. Du kannst also viel besser nachvollziehen, welche Inhalte bei deinen Abonnenten am besten ankommen oder wann diese in der App aktiv sind. Das heißt, du kannst Instagram dadurch viel besser unterstützen, das Ziel der Plattform, eine hohe Aufenthaltsdauer zu erzielen, zu erreichen. Instagram schränkt die Reichweite von Business-Profilen also nicht ein!

4. Video-Beiträge erhalten mehr Reichweite

Diese Aussage ist korrekt. Foto und Videobeiträge erhalten zwar laut Instagram vom Algorithmus dieselbe Reichweite. Allerdings werden der Feed, die Explore-Page und die Hashtagseiten nach dem Konsumverhalten des jeweiligen Betrachters sortiert. Da Menschen auf Instagram zu einem großen Teil bevorzugt Videoinhalte ansehen, erhalten Videos in vielen Nischen mehr Sichtbarkeit. 

Der Autor dieses Beitrags: Markus Wisente
Der Vollzeit-Instagramer verwaltet die Instagram-Profile einiger der bekanntesten Influencer aus Deutschland. Nebenbei publiziert er seine Erkenntnisse in der Öffentlichkeit und sorgt mit seinem Instagram Online Event in der Social-Media Szene für enormes Aufsehen.

Funktionsweise enthüllt

Oftmals hört man Aussagen wie „der Algorithmus mag mich nicht“, „der neue Algorithmus schränkt meine Reichweite massiv ein, so dass ich keine Chance habe“ oder „der Algorithmus mag mein Profil nicht“. Das kommt so rüber, als ob der Algorithmus eine Person wäre, die subjektiv entscheidet. Keine Angst: der Algorithmus arbeitet völlig objektiv. Es gibt bestimmte Dinge, die Instagram mag. Wenn du diese Kriterien erfüllst, bekommt dein Beitrag mehr Reichweite und wird beispielsweise vermehrt auf der Explore-Page und auf den Hashtag-Seiten ausgespielt. Wenn du diese Kriterien allerdings nicht erfüllst, dann bremst der Algorithmus deinen Beitrag aus.

Warum gibt es eigentlich einen Algorithmus? Das geht zurück auf das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Am Anfang gab es hunderttausende von Nutzern und ein paar wenige Influencer. Heute gibt es zwar mehr Menschen, die die App nutzen, allerdings mit weit mehr als 30‘000 Influencer ist das Verhältnis der Nutzer auf einen Influencer massiv gesunken. Das heißt, es gibt eine Überlieferung an Beiträgen. Der Algorithmus schaut, welche Beiträge nicht gut funktionieren und schränkt diese ein, damit Beiträge die besser ankommen, überhaupt an die Leute gelangen und nicht unter einer Flut von schlecht performenden Postings verschollen bleiben. Der Algorithmus reguliert also das Angebot und die Nachfrage bei Instagram.

Schauen wir uns nun den „Casino Effect“ an. Eine Sache, der sich sehr viele Nutzer noch lange nicht bewusst sind. Fakt ist: Soziale Netzwerke setzen diesen Trick ein. Stell dir vor du läufst gerade in ein Casino rein. Du setzt dich an einen Spielautomat hin und startest das Spiel. Die Symbole drehen sich flackernd vor dir im Kreis und in deinem Körper passiert folgendes: eine Substanz wird freigesetzt mit dem Namen „Dopamin“.

Was löst diese Freisetzung im Körper aus?

Du gewinnst oder verlierst das Spiel. Genau diese Spannung zwischen verlieren und gewinnen ist laut einer Harward Studie für unser Gehirn wichtig, damit wir sehr interessiert an einer Sache bleiben und uns nicht langweilen. Wie wird das nun auf Instagram eingesetzt? Wenn Du etwas postest, dann bekommst du dafür für gewöhnlich Likes und Kommentare von anderen Profilen. Wir Menschen wollen von anderen akzeptiert werden und daher möglichst viele positive Signale nach einem Posting erhalten. Wenn nun zum Beispiel 500 Leute deinen Post liken, was passiert dann? Instagram verzögert deine Benachrichtigungen. Du erhältst 40 Stück, dann wieder 3, dann wieder 10 und so weiter. Für die Zukunft ist noch ungewiss, wie viele Likes eintreffen werden. Genau das hält dich länger in der App! Das ganze ist keine Theorie sondern wissenschaftlicher Konsens, der in der Praxis bereits von vielen Unternehmen umgesetzt wird. 

Ein Ziel von Instagram ist es, den Umsatz durch Werbeeinnahmen zu erhöhen. Was ist für den Algorithmus im Jahr 2020 wichtig? Wenn Nutzer irrlevante und langweilige Posts sehen, werden Sie die App direkt wieder verlassen.  

Daher versucht der Algorithmus jedem Nutzer ausschließlich die Inhalte anzuzeigen, für die er sich speziell interessiert. Dadurch erhöht sich die Aufenthaltsdauer jedes einzeln Nutzers in der App und es können deutlich mehr Werbeanzeigen ausgespielt werden. Sehen wir uns nun an, welche Kriterien vom Algorithmus ausgewertet werden.

Punkt 1: Die Interessen einzelner Nutzer

Zum einen sind es die Postings, die du mit „Gefällt mir“ markierst und die du kommentierst. Die Plattform schaut weiterhin, in welchen Postings du markiert wirst und wem, also mit welchen Personengruppen du oft persönliche Nachrichten schreibst. Ebenfalls spielt mit in die Bewertung ein, welchen Profilen du folgst und welche Stories du länger, also mehrmals oder täglich schaust. Es wird protokolliert, was für ein Smartphone du besitzt, was für eine Internetverbindung du hast und viele technische Details mehr.

Instagram wird von Facebook betrieben und Facebook ist bekannt dafür, eine riesige Anzahl von Daten auszuwerten. Einfach gesagt: Es geht nicht mehr primär darum, ob ein Posting vor ein paar Minuten oder vor mehreren Stunden veröffentlicht wurde. Der Algorithmus schaut zwar ebenfalls auf Aktualität, aber viel mehr darauf, welche Inhalte dir am meisten gefallen. Beiträge, von denen der Algorithmus vermutet, dass sie bei dir gut ankommen, spielt er dir als konsumierender Nutzer vermehrt in deinem Feed aus.

Punkt 2: Deine eigenen Interessen

Du musst Instagram als Content-Creator zeigen, in welcher Nische beziehungsweise in welchem Themengebiet sich dein Profil befindet. Dazu zählt beispielsweise, Profilen in ähnlichen Nischen zu folgen, deren Bilder mit „Gefällt mir“ zu markieren, deren Stories anzusehen und mit diesen in privaten Nachrichten zu interagieren. Weiterhin  wichtig sind Keywords im „Profilnamen“ und in der „Profilbeschreibung“. In der Praxis behandeln wir dieses Thema in Kapitel 2. Ich nenne es das Algorithmus-Fundament. 

Punkt 3: Beziehungen mit anderen Profilen

Hier betrachtet der Algorithmus deine Beziehungen auf Instagram mit anderen Profilen. Bist du aktiv und antwortest auf Nachrichten und Kommentare? Markierst Du andere Profile in deinen Postings oder in Stories? Trägst du durch hilfreiche Kommentare selbst etwas auf anderen Profilen bei? Wann hat jeder einzelne deiner Follower zum letzten Mal etwas von dir mit „Gefällt mir“ markiert? Hat dich dieser Follower bereits einmal von sich aus angeschrieben?

Zusammengefasst: Instagram schaut sich die Beziehung zwischen dir und deinen Abonnenten an. Ist eure Beziehung stärker, dann werden deine Postings bei dieser Person bevorzugt ausgespielt. Bedeutet, sie erscheinen ganz oben in deiner Timeline.

Punkt 4: Aktualität

Reisen wir gemeinsam zurück ins Jahr 2017. Zu diesem Zeitpunkt wurde von Instagram der chronologische Feed entfernt und Postings wurden ab sofort interessenbasiert ausgespielt. Damit sollte erricht werden, dass die Nutzer länger auf der Plattform bleiben. Was ist damals passiert? Sehr gute Beiträge wurden immer und immer wieder ausgespielt und irgendwann waren die Nutzer gelangweilt, weil wochenalte Postings die Timeline blockierten.

Was passiert, wenn die Nutzer gelangweilt und verärgert sind? Sie schließen die App. Daher wurde in den interessenbasierten Feed erneut der Faktor Zeit eingefügt. Aktuellere Postings performen wieder leicht besser! Instagram ist ein push-basiertes Netzwerk. Heißt: dein Beitrag hat nach 24 Stunden etwa 60% seiner Likes erreicht. Nach 48 Stunden etwa 90% und nach 72 Stunden sind bereits 99% aller Likes eingegangen. Du musst stetig für neue Beiträge sorgen, um Interaktionen zu erhalten.

Punkt 5: die Interaktionsrate deines einzelnen Postings

Die Interaktionsrate bezeichnet den prozentualen Anteil deiner Follower,  der deinen Beitrag mit „Gefällt mir“ markiert und kommentiert hat.

Verbringen die Menschen viel Zeit auf deinem Beitrag, bevor sie weiter scrollen. Gehen sie vielleicht sogar auf dein Profil und schauen sich mehr Beiträge an? Wenn ja, wie lange befinden sie sich im Durchschnitt auf deinem Profil? Instagram misst deine Interaktionsrate vor allem in den ersten Minuten und innerhalb der ersten Stunde nach der Veröffentlichung deines Beitrags. Es wird an einer kleinen Anzahl von Testpersonen ausprobiert, wie gut dein Beitrag bei den Menschen ankommt. Darauf basierend entschiedet der Algorithmus, ob mehr Menschen deinen Beitrag sehen sollten, oder ob die Reichweite verringert werden soll. 

Es wird nicht nur das Verhältnis deiner Interaktion und deiner Follower bei einzelnen Beiträgen, sondern auch bei deinem Gesamtprofil also zum Beispiel  den letzten 12 Beiträgen betrachtet. Je höher dieses LFR-Verhältnis (Like Follower Ratio) ist, desto eher wird dich der Algorithmus an mehr Menschen ausspielen. Wie hoch sollte deine Interaktionsrate sein? Der Richtwert variiert mit sich erhöhender Followerzahl. Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick, ob du dich mit deinem Profil im positiven oder eher im besorgniserregenden Bereich befindest. 

Eine sehr geringe Interaktionsrate lässt darauf schließen, dass dein Profil entweder zu viele tote Follower (Fake Follower) hat oder du deinen Themenbereich gewechselt hast und sich deine Follower nicht für deinen neuen Content interessieren. Auch die Nutzung von Follow- / Unfollow-Strategien, während du nicht aktiv postest, zerstört dein Profil nachhaltig. Mehr dazu erfährst du im folgenden Kapitel „Warum bekommen 99% aller Profile fast keine Reichweite mehr?“.

Punkt 6: Markierungen

Bringe andere Nutzer dazu, dich in ihren Postings zu markieren. Dies ist für Instagram 2020 ein unglaublich starkes Signal, dass die Beziehung zwischen euren Accounts sehr stark ist. Heißt folglich, die Person die dich markiert hat, bekommt deine Inhalte immer direkt ganz oben in der Timeline angezeigt.

Punkt 7: Erhöhe die Wachstumsrate deines Profils

Eine höhere Anzahl an neuen Abonnenten wirkt sich vor allem positiv auf deine Ausspielung auf der Explore-Page aus (da Instagram sieht, dass sich Menschen für dich interessieren). Deine Wachstumsrate kannst du mithilfe der Instagram-Follower-Generierungsstrategien aus diesem Buch oder durch Cross-Promotions (zum Beispiel Suchmaschinenoptimierung oder in Kombination mit einem weiteren sozialen Netzwerk wie YouTube) steigern. 

Arbeite nicht gegen den Algorithmus, sondern nutze ihn zu deinen Gunsten. Instagram stellt dir kostenfrei Reichweite zur Verfügung. Das Soziale Netzwerk funktioniert allerdings langfristig nur, wenn Nutzer gute Inhalte angezeigt bekommen, die ihnen gefallen und sie auf der Plattform halten. Sobald du deine Beitragsqualität steigerst und die Tipps anwendest, wird der Algorithmus dir mehr Reichweite schenken, da du Instagram aktiv hilfst, Menschen länger auf der Plattform zu halten. Denn genau dann kann Instagram ihnen mehr Werbung anzeigen.

Sorge dafür, dass der Algorithmus dich liebt und du erhältst durch die Ausspielung auf der Explore-Page und den Hashtag-Seiten enorm viel kostenfreien Traffic. Je nach Post ist es möglich, mehrere hundert Abonnenten nur durch diese Ausspielung über wenige Stunden zu bekommen. 

Du bist nun einen großen Schritt weiter..

Doch das reicht noch nicht, um 2020 auf Instagram viel Reichweite zu bekommen. Damit deine Follower zu Fans werden und täglich zahlreiche Verkäufe bei dir tätigen, benötigst du die neuesten Strategien. Kein Hörensagen, sondern nur Praxiswissen und Fakten.

Ich verschenke für kurze Zeit mein neuestes Buch „Die Follower Formel 2020“. Meine ganze Praxiserfahrung steckt in diesem Buch. Kompakter bekommst du dieses Wissen nirgendwo anders.

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